Das Ehrenamt  
 

Wir brauchen zur Begleitung Mut, 
aber nicht das Vermögen, 
alles zu wissen und zu können!


Das Ehrenamt in der Hospizbewegung

Die Hospizidee ist eine gesellschaftskritische Idee. Unsere Gesellschaft hat große Probleme im Umgang mit dem Thema „Sterben“, „Tod“ und „Trauer“. Sie werden weitgehend im öffentlichen Leben tabuisiert. Folglich geraten die Betroffenen – die Sterbenden und Trauernden – in Isolation. Sie werden gleichsam abgeschoben und entsprechenden Institutionen oder bestimmten Professionen zugeführt. Diese Missstände deckt die Hospizidee auf.

Sie betont selbstverständlich, dass
Institutionen und
Professionalität wichtig sind.

Aber sie fordert, dass
die Erfahrung von Leiden,
die Erfahrung vom Sterben,
die Erfahrung von Tod,
die Erfahrung von Verlust und Trauer
gesellschaftsfähig werden und bleiben.

Um diese Idee zu verwirklichen, bedarf es dringend der Ehrenamtlichkeit.
Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen sind unersetzbar und spielen eine zentrale Rolle.

Es gibt Tendenzen zur Spezialisierung, zur Professionalisierung und zur Institutionalisierung. Sie sind möglich, bergen aber auch die Gefahr der Entfremdung.
Durch die Ehrenamtlichkeit wird der Aspekt der Normalität, des Alltags und der Öffentlichkeit eingebracht.

Das Ehrenamt ist somit die Voraussetzung für die Veränderung des gesellschaftlichen Bewusstseins. Ehrenamtliche wirken als Multiplikatoren innerhalb der Gesellschaft. Sie arbeiten nicht nur in der Sterbebegleitung, sondern leisten auch Dienste in der Öffentlichkeits – und in der Verwaltungsarbeit.

Ehrenamtliche Mitarbeiter/innen in der Sterbebegleitung bedürfen einer guten Vorbereitung in sogenannten Grund – und Aufbau – Seminaren.
Nicht Überorganisation
Überqualifikation und
Überreflexion sind das Ziel dieser Seminare, 
sondern
die Bodenständigkeit,
die Lebendigkeit,
die Herzlichkeit und
die Unmittelbarkeit in der Begegnung mit den Betroffenen.

 


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